Jahresbericht 2025

Im Februar 2022 startete die russische Vollinvasion in die Ukraine. Millionen von Menschen mussten flüchten. In der Schweiz gilt aktuell für über 70’000 Menschen aus der Ukraine der Schutzstatus S. Im Kanton Solothurn lebten per Ende 2025 rund 2300 Ukrainerinnen und Ukrainer mit Status S – zahlreiche davon auch in der Region Olten. Eine lose Gruppe Freiwilliger hat sich in Olten nach Kriegsbeginn für die Geflüchteten aus der Ukraine engagiert. Aus dem losen Netzwerk ging 2023 der Verein «Kalyna – Ukraine-Netzwerk Region Olten» hervor. Per Ende 2025 zählte unser Verein knapp über 50 Mitglieder. Kalyna hat sich auch im vergangenen Jahr in verschiedenen Bereichen engagiert. 

Unsere Projekte

Unser Verein macht sich zur Aufgabe, sich für die Integration der aus der Ukraine geflüchteten Menschen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Region Olten einzusetzen. Konkret geht es dabei etwa um Integrationsunterstützung im täglichen Leben, den Spracherwerb, die Unterstützung bei Ausbildung und/oder Erwerbstätigkeit, die kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe sowie psychosoziale Betreuung von Geflüchteten. Dazu unsere Projekte in den verschiedenen Bereichen:

Spracherwerb
Die deutsche Sprache ist der kritische Schlüssel für die Integration in der Schweiz. So wirken sich deutsche Sprachkenntnisse auch positiv auf die Erwerbsfähigkeit auswirken. Kalyna unterstützt den Spracherwerb insbesondere mit seinem Sprachcafé. Dort werden beispielsweise das Sprachverständnis und Grammatik geübt, Bücher gelesen und besprochen, Sprachspiele gespielt, Diskussionen geführt oder auch Alltagsinformationen ausgetauscht.
Im ersten Halbjahr 2025 wurde das Sprachcafé jeden Dienstag von 17 bis 20 Uhr im Pfarreisaal der Marienkirche in Olten durchgeführt. Im zweiten Halbjahr fand der Anlass jeweils am ersten und dritten Dienstag jeden Monats statt. Im Jahr 2025 wurde so gesamthaft 37 Mal zum Sprachcafé eingeladen. Gut ein Dutzend Teilnehmende, überwiegend Ukrainerinnen, kamen jeweils zusammen und praktizierten die deutsche Sprache zusammen mit drei bis fünf Moderator:innen.
Da die Zahl der Teilnehmenden in den letzten Jahren tendenziell zurückgegangen ist, wurde in der Arbeitsgruppe Spracherwerb unter der Leitung von Roland Horala eruiert, ob und wie das Sprachcafé weitergeführt werden soll, welche Bedürfnisse bestehen und welche Anpassungen allenfalls nötig sind. Im Frühling 2025 wurde dazu eine Umfrage gestartet, die zeigt, dass sich die Lebensrealität für einige verändert hat: Manche haben eine Arbeit gefunden, andere verfügen über gute Sprachkompetenz oder es hat ganz einfach das Interesse an diesem Forum nachgelassen. Dies führte dazu, dass das Sprachcafé in der zweiten Jahreshälfte auf zweimal monatlich reduziert wurde. Nach einer weiteren Umfrage im Herbst zeigte sich, dass das bestehende Konzept ein Auslaufmodell ist. Das Sprachcafé wird daher per Mitte 2026 beendet. Die Integrationsstelle der Stadt Olten hat ein Inventar verschiedener regionaler Institutionen mit Sprachcafés, Sprachgruppen und Mentoring-Programme zusammengestellt. Es gibt mehr als ein Dutzend Angebote, woraus auch die Ukrainer:innen wählen können. Kalyna wird künftig das Sprachcafé zugunsten eines neuen Kalyna-Tandem-Systems ersetzen. Die Idee dahinter: Jeweils eine ukrainische sowie eine schweizerische Person treffen sich periodisch und praktizieren Deutsch. Der neue Modus soll ab Mitte 2026 starten. Alle Deutschsprechenden, die gerne bei einem Tandem mitmachen möchten, sollen sich bitte melden. Darüber hinaus prüft Kalyna, ob auf Antrag hin Beiträge für ungedeckte Kosten für Lehrmittel oder Prüfungsgebühren geleistet werden können, um den Spracherwerb im Selbststudium zu fördern. Im Weiteren prüft der Vorstand, ob künftig ein regelmässiger Kalyna-Stammtisch angeboten werden soll, damit weiterhin ein sozialer Treffpunkt bestehen bleibt.

Kulturelle/gesellschaftliche Teilhabe
Der Verein organisiert über das ganze Jahr hinweg verschiedene Anlässe. Neben dem Sprachcafé als regelmässiger Anlass und Treffpunkt war das Vereinsjahr von verschiedenen grösseren und kleineren Anlässen geprägt. Die wichtigsten davon seien kurz erwähnt:

  • Gedenkanlass: Am 24. Februar 2025 wurde in Zusammenarbeit mit der Christkatholischen Kirchgemeinde der Gedenkanlass «Drei Jahre Krieg in der Ukraine» durchgeführt, an welchem gegen 300 Personen teilnahmen. Dabei wurde auch eine Kollekte von 2400 Franken zugunsten des Vereins Parasolka gesammelt, der dies direkt für die humanitäre Hilfe in der Ukraine einsetzt.
    Auch im Jahr 2026 wurde der Gedenkanlass, diesmal unter dem Titel Solidaritätsanlass, in ähnlichem Rahmen mit gegen 300 Teilnehmenden durchgeführt. Die Bar-Kollekte von 3150 Franken kam unserem Partnerverein Prostir zugunsten der Direkthilfe in der Ostukraine zugute. Im Rahmen des Jahrestags fand zudem in Zusammenarbeit mit Prostir am 21. Februar 2026 ein Konzert des Kammerorchesters aus Bachmut statt, wobei eine Bar-Kollekte von über 3500 Franken – ebenfalls zugunsten der Direkthilfe in der Ostukraine – zusammenkam. Im Weiteren unterstützte Kalyna die Ausstellung eines zerschossenen Ambulanzwagens aus Charkiw, der am 21./22. Februar 2026 vor der Stadtkirche zu sehen war.

  • Grillplausch: Der Grillplausch auf dem Robi-Spielplatz in Olten wurde am 5. Juli 2025 durchgeführt. Bei bestem Wetter durften wir rund 100 Personen dabei willkommen heissen. 

  • Chor- und Tanzanlässe: Unser Verein unterstützt den Chor «Singende Ukraine», der von geflüchteten Personen initiiert wurde. Zusammen mit dem Tanzensemble «Auf den Flügeln» bereichert er immer wieder das kulturelle Leben der Region, beispielsweise mit dem Neujahrskonzert vom 4. Januar 2025 sowie mit dem Winterkonzert vom 20. Dezember 2025, jeweils in der Stadtkirche in Olten. 

  • Ein Highlight war das Projekt «Magie der Jahreszeiten». Am 26. September 2025 wurde das Werk in der Schützi Olten vor gut 200 Zuschauer:innen aufgeführt. Kalyna war als Teil der Projektgruppe in die Organisation involviert. Der Gewinn von rund 900 Franken kommt dem Verein Kalyna zugute.

  • Infoanlass: Am 17. Februar 2026 wurde eine Informationsveranstaltung zum Thema Budget- und Schuldenberatung durchgeführt. Gut ein Dutzend Interessierte nahm daran teil.

  • Im Weiteren auch: Lottomatch, Samichlaus-Feier.

Ausbildung/Erwerbstätigkeit
Kalyna unterstützt ukrainische Geflüchtete nach Möglichkeit bei der Arbeitsmarktintegration. Aus der Umfrage 2024 und den daraus entstandenen 23 «Tandems Mentor/Mentee» ergaben sich kaum Rückmeldungen über erfolgreiche Ergebnisse. Im Sommer wurde die Diskussion verstärkt aufgenommen, wie das Projekt wiederbelebt werden kann. Im November 2025 erfolgte via Ukraine-Whatsapp-Chat sowie Kalnya-Mailverteiler ein neuer Aufruf an die Ukrainer.innen mit Status S, sich bei Unterstützungsbedarf zu melden. Insgesamt meldeten sich so gut 20 Personen an. Therese Gerber führte im Auftrag von Kalyna erste Gespräche mit den Angemeldeten, um die Bedürfnisse abzuklären und mögliche Lösungswege aufzuzeigen. Über das Projekt sollen auch Kontakte zu möglichen Arbeitgebenden geschaffen werden. Weitere Personen im Verein Kalyna beraten und unterstützen ukrainische Geflüchtete bei der Erarbeitung von Lebensläufen, beruflichen Standortbestimmungen oder direkt bei der Stellensuche. Die Arbeitsgruppe Jobmentoring sammelt zudem laufend Informationen und Erfahrungen zu vielen Fragen des Arbeitsmarktes und der Stellensuche, welche Interessierten zur Verfügung gestellt werden. Zu diesem Zweck baut der Verein auch Kontakte zu Fachstellen auf wie zum Beispiel der im Frühling 2025 geschaffenen direkten Anlaufstelle beim RAV, welche sich um die Vermittlung von arbeitsmarktfähigen Personen mit Status S kümmern muss. Für das Jahr 2026 erhoffen wir uns konkrete Resultate.

Psychosoziale Betreuung
Unser Vorstandsmitglied Oksana Pohretska-Näf betreut regelmässig Geflüchtete über eine Online-Beratung. Insgesamt haben sich im Laufe des Jahres 18 Personen an sie gewandt, um eine Beratung zu erhalten. Einige nahmen diese mehrmals in Anspruch. Die Beratungen fanden im Einzelsetting statt und waren darauf ausgerichtet, Menschen zu unterstützen, die sich nach ihrer Flucht aus der Ukraine in der Schweiz in einem Prozess der sozialen und beruflichen Integration befinden.
Die Analyse der Anfragen zeigt, dass die häufigsten Themen mit der Anpassung von Kindern ans Schweizer Schulsystem zusammenhingen. Ein weiterer wichtiger Beratungsbereich betraf die berufliche Zukunft von Jugendlichen, insbesondere Fragen zur Wahl eines Ausbildungsweges sowie zur Suche nach Möglichkeiten für Praktika oder Ausbildungsplätze innerhalb des schweizerischen Berufsbildungssystems. Ein weiteres zentrales Thema der Beratungen war der Migrationsstress, der sich unter anderem in Form von erhöhter Unsicherheit bezüglich der Zukunft, emotionaler Erschöpfung während des Anpassungsprozesses sowie Sorgen im Zusammenhang mit der Trennung von der Heimat und nahestehenden Personen äusserte. Bemerkenswert ist zudem, dass sich im Jahr 2025 auch Männer häufiger an die Beratung gewandt haben, was in den vergangenen Jahren deutlich seltener vorkam. Dabei zeigt sich, dass Männer grössere Schwierigkeiten haben, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren und eine stabile Beschäftigung zu finden als Frauen.
Insgesamt war die Beratungsarbeit im Jahr 2025 darauf ausgerichtet, die soziale Anpassung zu unterstützen, die psychische Stabilität zu stärken und realistische Integrationsstrategien zu entwickeln. Die Erfahrung zeigt, dass bereits eine relativ kurze fachliche Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der familiären Situation leisten und den Menschen helfen kann, sich sicherer im Bildungs- und Berufssystem der Schweiz zu orientieren.

Unsere Finanzen

Finanziell ist unser Verein solide aufgestellt, wobei wir uns allerdings immer wieder um Einnahmen/Spenden bemühen müssen. Unser Budget bewegt sich etwa im Rahmen von  etwa 10’000 bis 20’000 Franken pro Jahr. Ende 2025 verfügte der Verein über ein Eigenkapital von zirka 10'000 Franken. Für die Revision zeichnen Siv Lehmann und Christoph von Arx verantwortlich. 

Unser Vorstand

An der Generalversammlung 2025 in Olten wurde der bisherige Vorstand bestätigt: Alina Alfimova, Oksana Pohretska-Näf, Nataliia Tymoshchuk, Ruedi Iseli (Finanzchef), Ruedi Studer (Präsident).
Die jeweiligen Aufgaben/Zuständigkeiten verteilt der Vorstand in Eigenregie. Im Jahr 2025 fanden insgesamt fünf Vorstandssitzungen statt, im Jahr 2026 kamen bis zur Generalversammlung zwei Vorstandssitzungen hinzu. Im Verlauf des Jahres hat sich der Vorstand neben der Vereinsarbeit auch verschiedentlich mit lokalen Behörden und Organisationen ausgetauscht. 

Wir wünschen euch das Beste im neuen Vereinsjahr!
Im April 2026, Euer Kalyna-Vorstand

 

Jahresbericht 2024

Seit über drei Jahren tobt der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Millionen von Menschen mussten flüchten. Gegen 70’000 Menschen haben derzeit in der Schweiz eine neue Heimat gefunden – zahlreiche davon auch in der Region Olten. Eine lose Gruppe Freiwilliger hat sich seither in Olten für die Geflüchteten aus der Ukraine engagiert. Aus dem losen Netzwerk ging 2023 der Verein «Kalyna – Ukraine-Netzwerk Region Olten» hervor. Per Ende 2024 zählte unser Verein gegen 50 Mitglieder. Kalyna hat sich auch im vergangenen Jahr in verschiedenen Bereichen engagiert.

Unsere Projekte

Unser Verein macht sich zur Aufgabe, sich für die Integration der aus der Ukraine geflüchteten Menschen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Region Olten einzusetzen. Konkret geht es dabei etwa um Integrationsunterstützung im täglichen Leben, den Spracherwerb, die Unterstützung bei Ausbildung und/oder Erwerbstätigkeit, die kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe sowie psychosoziale Beratung von Geflüchteten. Dazu unsere Projekte in den verschiedenen Bereichen:

Spracherwerb 
Das Sprach-Café findet in der Regel am Dienstag von 17 bis 20 Uhr im Pfarreisaal der Marienkirche in Olten statt. Dabei besuchen durchschnittlich 12 bis 20 Teilnehmende das Sprachcafé, welches jeweils von zwei bis vier Moderator:innen geleitet wird. Dabei werden beispielsweise das Sprachverständnis und Grammatik geübt, Bücher gelesen und besprochen, Sprachspiele gespielt oder Diskussionen geführt. Auch verschiedene Filme oder Museumsbesuche standen auf dem Programm. Das Sprach-Café ist zu einem Treffpunkt geworden, an welchem auch allerlei Alltags-Informationen ausgetauscht werden. Allerdings ist die Zahl der Teilnehmenden im Jahresverlauf tendenziell etwas gesunken, was auch eine Folge der Arbeitsaufnahme sein dürfte. Die «Stammgäste» zeigen sich aber zufrieden mit dem Angebot. Im Jahr 2025 soll eruiert werden, welche Bedürfnisse bestehen und welche Anpassungen allenfalls nötig sind.

Kulturelle/gesellschaftliche Teilhabe
Der Verein organisiert über das ganze Jahr hinweg verschiedene Anlässe. Neben dem Sprach-Café als regelmässiger, wöchentlicher Anlass und Treffpunkt war das Vereinsjahr von verschiedenen grösseren und kleineren Anlässen geprägt. Die wichtigsten davon seien kurz erwähnt:
Gedenkanlass: Am 24. Februar 2024 wurde der Gedenkanlass «Zwei Jahre Krieg in der Ukraine» durchgeführt, an welchem weit über 200 Personen teilnahmen. Auch im Jahr 2025 wurde der Gedenkanlass in ähnlichem Rahmen mit gegen 300 Teilnehmenden durchgeführt. Zum Rahmenprogramm gehört zudem die Fotoausstellung «Friedliche Ukraine».
Grillplausch: Der Grillplausch auf dem Robi-Spielplatz in Olten wurde Anfang Juli durchgeführt. Gut 100 Personen nahmen trotz regnerischer Witterung daran teil. 
Chor- und Tanzanlässe: Unser Verein unterstützt den Chor «Singende Ukraine», der von geflüchteten Personen initiiert worden ist. Zusammen mit dem Tanzensemble «Auf den Flügeln» bereichert er immer wieder das kulturelle Leben der Region, beispielsweise mit dem Neujahrskonzert.
Ipfo-Fotopropjekt: Vom 1. bis 24. Dezember 2024 verwandelte sich das Haus der Fotografie in das «Adventshaus der Fotografie». Täglich öffnete sich im Ipfo eine neue Tür, hinter welcher verschiedene Gruppen ihre fotografischen Arbeiten zum Thema «Licht» öffentlich präsentieren. Am Tag der Menschenrechte (10. Dezember) war unser Verein an der Reihe. Dabei zeigten Oksana Polozun, Liubov Suvernova, Liudmila Klimova und Olena Svyrydova  ihre Werke zum Thema «Das Licht der Weihnacht in der Ukraine». 24 besinnliche Bilder aus den Städten Kiew, Dnipro oder Mariupol, die noch vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entstanden waren.
Im Weiteren auch: Lottomatch, Samichlaus-Feier

Ausbildung/Erwerbstätigkeit
Im Frühling 2024 wurde das Projekt Jobmentoring neu lanciert. Eine Ausschreibung in der regionalen WhatsApp-Gruppe lud die UkrainerInnen mit Status S ein, sich über ein Umfrageformular zu melden. Schweizerische Personen wurden in einer separaten Umfrage angefragt, sich für eine Mentorenaufgabe zu engagieren. Auf dieser Grundlage wurden insgesamt 23 «Tandems» (freiwillige Mentoren mit je 1 oder 2 Mentees) gebildet, welche sich selbständig organisieren. 
Die Arbeitsgruppe Jobmentoring sammelt zudem Informationen und Erfahrungen zu vielen Fragen des Arbeitsmarktes und der Stellensuche, welche den Mentoren zur Verfügung gestellt werden. Zu diesem Zweck baute die Arbeitsgruppe auch Kontakte auf zu Fachstellen und den in der Arbeitsintegration tätigen Betrieben Oltech und Regiomech.
Nebst den von der Arbeitsgruppe gebildeten Tandems gibt es weitere Personen, welche ukrainische Geflüchtete bei der Erarbeitung von Lebensläufen, beruflichen Standortsbestimmungen oder direkt bei der Stellensuche beraten und unterstützen.
Bis dato besteht keine quantitative oder qualitative Evaluation des Projekterfolges. Positiv ist, dass sich zahlreiche UkrainerInnen vorerst auf eine zukunftsträchtige Ausbildung (Beispiel: Lehrgang Pflegehelfende SRK) konzentrieren. Leider warten aber noch viele Personen mit Status S auf eine Chance im vielfältigen Arbeitsmarkt. Alleine unser bisheriger Einsatz genügt nicht: Es braucht Engagement der Mentees, professionelle Jobcoaches, eine bereitwillige Arbeitgeberschaft und weitere Freiwillige unter der einheimischen Bevölkerung, welche Stellensuchende begleitend unterstützen.

Psychosoziale Betreuung
Unser Vorstandsmitglied Oksana Pohretska-Näf betreut regelmässig Geflüchtete über eine Online-Beratung. Insgesamt haben sich im Laufe des Jahres 38 Personen an sie gewandt, einige von ihnen mehrmals. Zu Beginn der Arbeit drehten sich die meisten Anfragen um akute psychologische Traumata, erlebten Stress, Angst, Unsicherheit und das Gefühl des Verlusts – eine natürliche Reaktion auf eine plötzliche Umsiedlung und die drastische Veränderung der Lebensumstände. 
Mit der Zeit haben sich jedoch die Themen der Anfragen verändert. Heute suchen Menschen häufiger Rat zur Integration, insbesondere zu Fragen im Zusammenhang mit der Bildung und Anpassung ihrer Kinder. Dies zeigt den Übergang von einer akuten Krisensituation hin zur Notwendigkeit, ein langfristiges Leben in der neuen Umgebung aufzubauen.

Unsere Finanzen

Finanziell ist unser Verein solide aufgestellt, wobei wir uns allerdings immer wieder um Einnahmen/Spenden bemühen müssen. Unser Budget bewegt sich derzeit im Rahmen von rund 15’000.- Franken pro Jahr. Ende 2024 hatten wir rund 6700.- Franken auf unserem Vereinskonto. Für die Revision zeichnen Siv Lehmann und Christoph von Arx verantwortlich. 

Unser Vorstand

An der Generalversammlung 2024 in Olten wurde der Vorstand neu bestimmt. Als Präsident wurde Ruedi Studer gewählt und als weitere Vorstandsmitglieder wurden Alina Alfimova, Ruedi Iseli, Oksana Pohretska-Näf (alle bisher) sowie Nataliia Tymoshchuk (neu) bestimmt. Den Vorstand verlassen haben der bisherige Präsident Roland Horala sowie Guido Baumgartner, Anzhelika Marchenko, Svitlana Russu und Yulia Schoger.
Die jeweiligen Aufgaben/Zuständigkeiten verteilt der Vorstand in Eigenregie. Im Jahr 2024 fanden insgesamt acht Vorstandssitzungen und zwei Workshops statt, im Jahr 2025 kamen bis zur Generalversammlung drei Vorstandssitzungen hinzu. Im Verlauf des Jahres hat sich der Vorstand neben der Vereinsarbeit auch verschiedentlich mit lokalen Behörden und Organisationen ausgetauscht.

 

Wir wünschen euch das Beste im neuen Vereinsjahr!
Im April 2025, Euer Kalyna-Vorstand

Jahresbericht 2023

Seit über zwei Jahren tobt der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Millionen von Menschen mussten flüchten. Über 60’000 Menschen haben in der Schweiz vorerst eine neue Heimat gefunden – zahlreiche davon auch in der Region Olten. Eine lose Gruppe Freiwilliger hat sich seither in Olten für die Geflüchteten aus der Ukraine engagiert. Aus dem losen Netzwerk wurde letztes Jahr ein Verein: Am 9. Mai 2023 haben 32 Personen den Verein «Kalyna – Ukraine-Netzwerk Region Olten» gegründet. An der Gründungsversammlung in Olten wurden die Statuten des neuen Vereins einstimmig genehmigt und der Vorstand bestimmt. Per Ende 2023 zählte unser Verein 46 Mitglieder. Im vergangenen Jahr hat der Verein auch ein Vereinslogo erhalten!

Unsere Projekte

Unser Verein macht sich zur Aufgabe, sich für die Integration der aus der Ukraine geflüchteten Menschen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Region Olten einzusetzen. Konkret geht es dabei etwa um Integrationsunterstützung im täglichen Leben, den Spracherwerb, die Unterstützung bei Ausbildung und/oder Erwerbstätigkeit oder die kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe. Anfang 2024 haben wir den Vereinszweck um die Aufgabe der psychosozialen Beratung von Geflüchteten ergänzt.
Dazu unsere Projekte in den verschiedenen Bereichen:
Spracherwerb: Das Sprach-Café findet in der Regel am Dienstag von 17 bis 20 Uhr im Pfarreisaal der Marienkirche in Olten statt. Dabei finden sich meist 15 bis 30 Personen ein, um gemeinsam Deutsch zu lernen. Das Sprach-Café ist zu einem beliebten Treffpunkt geworden, an welchem auch allerlei Alltags-Informationen ausgetauscht werden. Im Weiteren haben sich auf eigene Initiative auch Gesprächs-Tandems gefunden, welche den Spracherwerb fördern.
Kulturelle/gesellschaftliche Teilhabe: Der Verein organisiert über das ganze Jahr hinweg verschiedene Anlässe (siehe auch «Unsere Anlässe»). Zudem unterstützt unser Verein den Chor «Singende Ukraine», der von geflüchteten Personen initiiert worden ist. Teilweise übernimmt der Verein auch Kosten für Geflüchtete, damit diese gewisse «externe» Anlässe besuchen können – wie beispielsweise die Eintrittskosten für die «Ukrainischen Filmtage».
Ausbildung/Erwerbstätigkeit: Das Projekt Jobmentoring kam im letzten Jahr nicht richtig vom Fleck, obwohl die Nachfrage durchaus vorhanden ist. Eine Arbeitsgruppe nimmt nun einen neuen Anlauf, um dem Projekt wieder Schwung zu verleihen. 
Psychosoziale Betreuung: Unser Vorstandsmitglied Oksana Pohretska-Näf betreut regelmässig Geflüchtete über eine Online-Beratung.

Unsere Anlässe

Das Vereinsjahr war von verschiedenen Anlässen geprägt. Die wichtigsten davon seien kurz erwähnt:
Das Sprach-Café hat sich als regelmässiger, wöchentlicher Anlass als beliebter Treffpunkt etabliert. In dessen Rahmen fanden auch verschiedene Events statt. Beispielsweise: Vorträge zum Thema Versicherungen oder Finanzen/Steuern, Filmvorführungen, Lotto-Match oder Samichlausfeier. Am 24. Februar 2024 wurde der Gedenkanlass «Zwei Jahre Krieg in der Ukraine» durchgeführt, an welchem weit über 200 Personen teilnahmen. 
Im Weiteren auch: Robi-Grillplausch; Rumpelweid-Ferientage; Neujahrsfest; Chor- und Tanz-Anlässe.

Unsere Finanzen

Finanziell steht unser Verein derzeit auf guten Beinen, wobei wir uns allerdings immer wieder um Einnahmen/Spenden bemühen müssen. Unser Budget bewegt sich derzeit im Rahmen von rund 15’000 Franken pro Jahr. Ende 2023 hatten wir rund 6000 Franken auf unserem Vereinskonto. Für die Revision zeichnen Siv Lehmann und Christoph von Arx verantwortlich.

Unser Vorstand

An der Gründungsversammlung 2023 in Olten wurde der Vorstand bestimmt. Als Präsident wurde Roland Horala gewählt und als weitere Vorstandsmitglieder wurden Alina Alfimova, Guido Baumgartner, Ruedi Iseli, Anzhelika Marchenko, Oksana Pohretska-Näf, Svitlana Russu, Yulia Schoger und Ruedi Studer bestimmt. An seiner ersten Sitzung im Mai 2023 hat sich der Vorstand offiziell konstituiert. Die jeweiligen Aufgaben/Zuständigkeiten verteilt der Vorstand in Eigenregie. Insgesamt fanden  bis zur diesjährigen Generalversammlung 14 Vorstandssitzungen und zwei Workshops statt. Im Verlauf des Jahres hat sich der Vorstand neben der Vereinsarbeit auch verschiedentlich mit lokalen Behörden und Organisationen ausgetauscht. Yulia und Guido haben im Verlauf 2023/2024 ihren Rücktritt aus dem Vorstand erklärt, Anzhelika, Svitlana und Roland treten auf die Generalversammlung 2024 hin zurück. Die übrigen Mitglieder stellen sich für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Wir wünschen euch das Beste im neuen Vereinsjahr!
Im April 2024, Euer Kalyna-Vorstand